Moto3 Junior WM: "UNSERE JUNGS HABEN EINEN GUTES LEVEL BEWIESEN"

Published : 10.10.2017 16:22:50
Categories : Moto3™ Junior World Championship - Aragón

JOCHEN KIEFER: "UNSERE JUNGS HABEN EINEN GUTEN LEVEL BEWIESEN" 

Jochen Kiefer, Teammitbesitzer und Technischer Direktor, resümiert den ersten Start von Tim Georgi und Dirk Geiger anlässlich des erst kürzlich auf die Beine gestellten Projekts für die Moto3 Junior Weltmeisterschaft. 

Herr Kiefer, wie bewerten Sie das vergangene Wochenende in Aragón im Allgemeinen? 

Jochen Kiefer: "Im Grossen und Ganzen sind wir zufrieden. Es hat alles reibungslos funktioniert, obwohl das Team mit der Wahl der Fahrer und den Mechanikern sprichwörtlich erst im letzten Moment zusammengewürfelt wurde. Es war wirklich schön zu sehen, wie die gesamte Mannschaft von Beginn an gut harmoniert hat. Einziger Wermutstropfen war der Donnerstag, als das Wochenende mit zwei Stürzen sehr unglücklich begann. Tim hat sich das linke Knie heftig angeschlagen und Dirks Motorrad wurde schwer beschädigt. Für Beide waren somit diese so wichtigen freien Trainings gelaufen. Zum Glück war es bei Tim nicht ganz so schlimm, da er am Freitagmorgen grünes Licht von den Ärzten bekam. Doch Dirk versäumte leider einen weiteren Trainingstag." 

"Ab dem freien Training am Freitagvormittag hat Tim einen guten und sauberen Job erledigt. Man muss allerdings dazu sagen, dass ihm die KTM vertraut war und er auch schon Streckenkenntnisse hatte. Trotzdem war seine Steigerung im zweiten Qualifying erstklassig. Mit den Top-Zehn in einem Qualifying hatten wir uns insgeheim nicht zu hoffen gewagt. Damit hat er uns ehrlich gesagt ein wenig überrascht. Leider hatte er am Sonntag in den ersten Runden etwas Pech, als ihm ein wohl zu übereifriger Fahrer in die Quere kam." 

"Für Dirk hingegen war alles komplett neu, angefangen beim Motorrad und seiner Crew, bis hin zu dieser doch recht anspruchsvollen Strecke. Nach mehr oder weniger zwei komplett verlorenen Trainingstagen war es für ihm enorm schwierig, sich an diesem Wochenende zurechtzufinden. Trotzdem hat er sich einigermassen gut aus der Affäre gezogen. Seine Leistungen geben auf jeden Fall Hoffnung, dass er sich beim nächsten Rennen in Valencia deutlich steigern wird. Ausserdem kennt Dirk die Strecke dort bereits, sowie ihm auch die gefahrenen Runden in Aragón mit der KTM helfen werden." 

In der Junioren-WM wird von den meisten Teams bekanntlich erstklassiges Material auf einem technischen Level wie im Grand Prix-Sport verwendet. Auf welchen Stand befinden sich die Motorräder, die Kiefer Racing für dieses Projekt zur Verfügung gestellt bekommt? 

Jochen Kiefer: "Unsere zwei KTMs befinden sich auf dem aktuellsten Stand mit 2017er Fahrwerken und ebenso mit 2017er Motoren. Beide Motorräder in unserer Box waren in einem sehr guten Zustand, also top vorbereitet und darüber hinaus auch sehr schnell. Wir bekommen von KTM diesbezüglich einen top Support, sowie auch genügend Ersatzteile mitgebracht worden sind. Im Vorfeld haben wir allerdings nicht damit gerechnet, dass wir einen Rahmen und eine Gabel brauchen werden. Es war auch ständig ein KTM-Techniker bei uns, der sich immer extrem gut und umsichtig um alles gekümmert hat. Wir sind von dieser Unterstützung seitens KTM sehr, sehr begeistert. Sie haben wirklich einen super Job gemacht und uns sehr geholfen. An dieser Stelle möchten wir neben KTM auch allen anderen Partnern danken, die für das Zustandekommen dieses Projekt mitverantwortlich sind – vielen Dank." 

Wie würden Sie nach dem ersten Rennwochenende dieses Projekts das Leistungsniveau zwischen ADAC Northern Europe Cup und Junioren-WM vergleichen? 

Jochen Kiefer: "Es ist vielleicht noch etwas zu früh, um auf diese Frage konkreter einzugehen. Doch das Wochenende im Allgemeinen hat gezeigt, dass das Konzept des Northern Europe Cup richtig ist, um junge Rennfahrer für den nächsten Schritt auf ihren Weg in die Weltmeisterschaft vorzubereiten. Die Moto3 Junior WM ist schliesslich das Sprungbrett für den Grand Prix-Sport. Tim hat jedenfalls mit seiner Qualifying-Performance beweisen, dass das Niveau im NEC schon sehr hoch ist."

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