2 Mar, 2017 Geschrieben von: Hein Gnutzmann Im: Blog Kommentar: 0 Hit: 120

NACH DRITTEM VORSAISON-TEST VOLL IM TREND

FIM MotoGP™ World Championship – Moto2™, Priv. Test Circuito de Jerez (Jerez de la Frontera/ Spanien)
Mittwoch, 1. März 2017

Kiefer Racing konnte zum Abschluss seiner privaten Testserie am vergangenen Montag und Dienstag in Jerez von den guten Bedingungen voll profitieren.

Im Gegensatz zum ersten Jerez-Test Mitte letzter Woche konnte man sich dieses Mal auf das beständige Wetter Südspaniens verlassen. Bei guten Bedingungen gehörte Kiefer Racing mit seinen Fahrern Danny Kent und Neuzugang Dominique Aegerter zu den Fleissigsten auf der 4,4 Kilometer langen Piste des Circuito de Jerez.
 
Der Engländer Danny Kent, Moto3™ World Champion 2015, nutzte diese Gelegenheit mitunter auch, um die neuen Technik-Crew an seiner Seite besser kennenzulernen, sowie auch sein neues Arbeitsgerät in Form der Suter MMX2 Rennmaschine seinen Bedürfnissen weiter anzupassen. Wie schon bei den vorherigen Testfahrten in der Vorwoche, überzeugte der 23-Jährige auch dieses Mal mit purem Speed und Konstanz über längere Distanzen.
 
Auf der anderen Seite der Box des deutschen Moto2™ Rennstalles erwies sich der Schweizer Dominique Aegerter erneut als Arbeitstier. Der 26-jähriger Berner legte an beiden Tagen insgesamt 164 Runden zurück und musste dabei auch einige Rückschritte in Kauf nehmen. Doch diese trugen schliesslich dazu bei, das neue Gesamtpaket noch besser kennenzulernen.
 
Nach der privaten Testserie gilt es für Kiefer Racing im Workshop noch einige Hausaufgaben zu erledigen, bevor das Team nächste Woche zum ersten offiziellen Test nach Jerez de la Frontera zurückkehrt. Nach Abschluss des dreitägigen IRTA Test wird das gesamte Material per Luftfracht nach Katar transportiert, wo eine Woche später die abschliessenden Saisonvorbereitungen für den Meisterschaftsauftakt Ende März an gleicher Stelle erfolgen.
 
#52 Danny KENT (110 Runden):
 
"Ich bin mit dem Verlauf und Ausgang dieses Tests sehr glücklich. Nicht nur, weil es uns gelungen ist unsere bisherige schnellste Rundenzeit auf dieser Strecke zu verbessern, sondern auch, weil unsere Pace mit gebrauchten Reifen erneut sehr konstant stark war. Ich würde sogar sagen, dass wir im Vergleich zum vergangenen Jahr in Renntrimm nun wesentlich stärker sind. Im Moment bin ich rundum zufrieden, ich könnte nicht nach mehr verlangen. Daher einen grossen Dank an meine Crew für ihre tolle Arbeit, sowie auch an Suter, dass sie uns ein grossartiges Motorrad zur Verfügung stellen. Ich bin mir sicher, dass wir dieses Jahr ein sehr konkurrenzfähiges Paket haben werden. Nächste Woche werden wir nochmals drei Tage in Jerez testen, wo es weiter an ein paar Feinheiten zu feilen gilt.
 
"Doch wenn das erste Rennen in Katar schon morgen stattfinden würde, wären wir auf jeden Fall gut gerüstet. Die ersten Tests haben auch gezeigt, dass wir uns als Team bereits gut aufeinander eingespielt haben. Die Zusammenarbeit mit meinem neuen Crew-Chief Luca (Nicastro) und den neuen Mechanikern klappt bereits hervorragend. Zum Schluss möchte ich auch noch Patrick van den Goorbergh erwähnen, weil er uns - Dominique und mir - bei diesem letzten Test wiederum sehr geholfen hat. Es ist immer gut, wenn dich jemand auf der Strecke beobachtet, der nicht nur uns, sondern auch die anderen Fahrer studiert. So kann er uns genau sagen, was wir im Gegensatz zu den Anderen anders machen. In einer Klasse wie Moto2, in der die Abstände dermassen eng beisammen liegen, ist das ein ungemein wichtiger Aspekt. Von dem her einen grossen Dank an Patrick."
 
#77 Dominique AEGERTER (164 Runden):
 
"Der zweite Jerez-Test ist schon wegen des guten Wetters erfreulich verlaufen. Wir konnten die Trainingszeit optimal nutzen. Am Dienstagvormittag haben wir allerdings ziemlich viele verschiedene Dinge am Motorrad ausprobiert, die sich letztendlich aber als Rückschritt herausstellten. Doch ab Mittag, nach wir auf den vorherigen Stand zurückgegangen sind, konnten wir wieder produktiv arbeiten. Unsere Pace war erneut sehr stark, wie auch schon bei den Tests zuvor. Das Gefühl mit der Suter ist bereits sehr gut, ich fühle mich unglaublich wohl mit dieser Rennmaschine. Meine Schwachstelle im Moment ist immer noch mit neuen Reifen sofort auf schnelle Rundenzeiten zu kommen. Ich muss versuchen ruhig zu bleiben und, dass ich nicht zu viel will, sowie auch locker und rund zu fahren. Darüber hinaus gilt es natürlich auch den Extra-Grip des Reifens besser zu nutzen. Hinsichtlich der Konstanz über eine Renndistanz sehe ich absolut kein Problem.
 
"Bei diesem Test haben wir wie schon in Valencia wieder mit Patrick (Van den Goorbergh) zusammengearbeitet. Er ist als Riding-Coach eine grosse Hilfe. Es macht Sinn, wenn ein Ex-Rennfahrer draussen an der Strecke steht und dich beobachtet. Er sieht sehr viel und ich habe ein paar Dinge sicher gut umsetzen können. Es gibt auf jeder Strecke manchmal auch unterschiedliche Linien, die man wählen kann. Patrick versteht es sehr gut mitzuteilen, wo und wie man an gewissen Stellen fahren soll. Insgesamt betrachtet hat dieser Test wieder sehr viel Spass gemacht. Ich habe enorme Freude daran, wieder mit Suter zusammenzuarbeiten, sowie auch mit meinem Kiefer Racing Team. An dieser Stelle gleich einen grossen Dank, dass sie mich so freundlich aufgenommen haben, ich fühle mich sehr gut aufgehoben. Es macht auch Spass mit Danny als Teamkollegen zusammenzuarbeiten. Er ist ein lustiger Typ und wir haben uns schon gut aufeinander eingeschossen. Wir vergleichen ständig unsere Daten und bringen uns so gegenseitig vorwärts.
 
"Bis zum Saisonauftakt Ende März will ich noch zwei, drei Kilo abnehmen, um in etwa das gleiche Gewicht auf die Waage zu bringen wie Danny. Für den ersten offiziellen Test nächste Woche habe ich mir vorgenommen, die Sache ruhig anzugehen, eine gute Position auf dem Motorrad einzunehmen und mit neuen Reifen eben noch diese paar fehlenden Zehntel rauszuholen. Für ein Rennen sind wir schon gut vorbereitet, doch ab Katar zählt es auch schon im Qualifying, um eine gute Startposition einzufahren."
 
Stefan KIEFER (Teammanager):
 
"Zum Abschluss unserer Februar-Testserie hatten wir mit dem Wetter mehr Glück, als in der vergangenen Woche. Die Bedingungen waren an beiden Tagen gut. Wir konnten daher auf beiden Seiten der Box sehr produktiv arbeiten und uns insgesamt betrachtet auch ein paar Schritte weiterentwickeln. Beide Fahrer sind mit dem aktuellen Stand der Dinge sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit mit Suter funktionierte von Beginn an und verbessert sich auch ständig. Hinsichtlich der Rundenzeiten ist zu sagen, dass diese voll im Trend liegen. Wir denken, dass wir zuversichtlich in den ersten IRTA Test gehen können."

 
Fotoquelle: © [2017] Kiefer Racing

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