14 Mar, 2017 Geschrieben von: Kiefer Racing Im: Blog Kommentar: 0 Hit: 97

OFFIZIELLER JEREZ-TEST STEIGERT DIE ZUVERSICHT

Kiefer Racing beendete den ersten offiziellen Test der neuen Saison mit Dominique Aegerter als Viertschnellster und Danny Kent auf Rang zwölf der kombinierten Zeitenliste.

Der deutsche Moto2™ Rennstall ging nach zwei privaten Testfahrten auf dem Circuito de Jerez mit einer guten Basis und daher sehr zuversichtlich in den ersten von zwei IRTA Tests vor dem WM-Auftakt Ende dieses Monats in Katar. Doch schönes Wetter mit sehr heissen Temperaturen an den Nachmittagen der vergangenen drei Tage in Südspanien sorgte zunächst für etwas Verwirrung der erfahrenen Crew aus Bad Kreuznach, die seit dem Wechsel zu Rolling-Chassis des Schweizer Fahrwerksherstellers Suter Industries akribisch an den Saisonvorbereitungen arbeitet.

Die guten Bedingungen ermöglichten viele Runden und vielerlei Tests in verschiedenste Richtungen. Allerdings wurde man zunächst von Asphalttemperaturen mit über 45 Grad überrascht. Werte wie diese sind auch für Südspanien sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Es brauchte daher eine Weile, bis auf beiden Seiten der Box eine passende Abstimmung für die brandneue Suter MMX2 Moto2-Rennmaschine ausgetüftelt wurde.

Sowohl Kent als auch Aegerter waren bald in der Lage bei derartigen Bedingungen eine konstant schnelle Pace zu fahren. Diese Tatsache war allerdings schon bei den vorherigen Tests als Stärke des Gesamtpakets zu beobachten. Doch am Freitagmorgen, bei noch kühleren Temperaturen, war erstmals eine richtige Zeitenjagd angesagt. Während dieser 70-minütigen Session zog der 26-jährige Schweizer Aegerter all seine Register und knallte die viertschnellste Rundenzeit des Tests auf den heissen Asphalt in Jerez. Teamkollege Kent wurde mit der zwölftschnellsten Rundenzeit gestoppt.

Die abschliessenden Saisonvorbereitungen mit dem zweiten IRTA Test finden in einer Woche in Katar statt, wo wiederum nur eine Woche später der bereits traditionelle WM-Auftakt mit dem Flutlichtrennen auf dem Losail International Circuit erfolgt.

#52 Danny KENT, P12 - 1´42.760 (179 Runden):

"Insgesamt betrachtet verlief dieser Test sehr gut für uns. Wir hatten im vergangenen Monat bereits drei produktive Testtage in Jerez. Allerdings waren die Asphalttemperaturen viel kühler. Nichtsdestotrotz konnten wir ein gutes Gefühl mit dem Motorrad aufbauen, sowie insgesamt eine gute Basis schaffen. Doch an den vergangenen Tagen waren die Asphalttemperaturen um einiges wärmer. Das bereitete uns ein wenig Kopfzerbrechen, weil wir die Abstimmung ändern und den Bedingungen anpassen mussten. Aber das ist nichts Aussergewöhnliches, wenn sich die Verhältnisse deutlich ändern.

"Andererseits müssen wir auch unweigerlich zugeben, dass wir mit diesem schönen Wetter riesen Glück hatten. Erstens ist beim Grand Prix hier in Jerez in zwei Monaten nicht mehr viel Abstimmungsarbeit zu machen. Das gilt übrigens auch für die Rennen im Sommer und im Generellen bei heissen Bedingungen. Und zweitens konnten wir grossen Nutzen aus diesem Test ziehen, obwohl wir ehrlich gesagt für Hitzerennen noch etwas Arbeit vor uns haben. Im Gegensatz dazu sind wir bei kühleren Temperaturen schon sehr schnell und konstant zugleich.

"Ich freue mich jetzt, dass der nächste Test in einer Woche in Katar auf einer anderen Strecke stattfindet. Die Piste dort gefiel mir schon immer – ich mag es, wenn es viele langgezogene und schnelle Kurven gibt. Es wird auch Zeit, dass wir mit unserem neuen Material endlich auch woanders testen. Der Losail Circuit unterscheidet sich grundlegend zu Jerez und Valencia, wo wir in den Wintermonaten viele Runden gefahren sind."

#77 Dominique AEGERTER, P4 - 1´42.336 (147 Runden insgesamt):

"Die Gesamtbilanz dieses Tests fällt eigentlich erfreulich aus, auch wenn wir unter heissen Bedingungen mehr Mühe haben, als bei kühleren Temperaturen. Doch wir haben uns jeden Tag gut gesteigert und sind nun auch bei sehr hohen Temperaturen gut bei der Musik. Am meisten freut mich aber, dass ich am letzten Tag während der ersten Session diese eine Quali-Runde hinknallen konnte und diese zwei, drei Zehntelsekunden, die bislang gefehlt hatten, rausquetschen konnte. Das stimmt mich nun auch für die Qualifyings an den Rennwochenenden zuversichtlich. Dank des schönen Wetters sind wir über die Dauer dieses Tests viel zum Fahren gekommen und konnten dabei viele verschiedenste Dinge hinsichtlich des Setup durchprobieren. Ich denke, dass wir für derartige Verhältnisse, die auch bei den Rennen im Sommer zu erwarten sind, gut gerüstet. Und für diese Strecke sowieso, nachdem wir insgesamt vier Tests hier hatten.

"Ich bin sehr glücklich mit der aktuellen Situation, fühle mich bei Kiefer Racing super wohl und mit Danny habe ich einen lustigen, aber auch einen sehr schnellen Teamkollegen. Abgesehen davon, dass wir viel Spass zusammen haben, spornen wir uns immer gegenseitig an. Ich persönlich finde auch, dass die Kommunikation in Deutsch uns allen sehr viel hilft, sowie die Zusammenarbeit mit den Suter-Technikern von Beginn an einwandfrei funktionierte. Es macht überhaupt viel Spass wieder mit der Suter Moto2 fahren zu können. Soweit sind wir also startklar.

"Doch ich bin schon gespannt, wie das Ganze auf einer anderen Rennstrecke funktionieren wird. Bei den vorherigen Tests in Jerez hatten wir angenommen, dass wir eigentlich schon ready to race sind. Doch als diese Woche die Asphalttemperaturen um gut und gerne 15 Grad wärmer waren, ist das Motorrad eben ganz anders zu fahren. Am ersten Tag haben wir deshalb schon ein wenig verdutzt aus der Wäsche geschaut. Doch ich denke, dass ich nach diesem Test jederzeit in die Top-10 fahren kann. Das ist auch wichtig zu wissen, dass ich in jedem Training vorne mitmischen kann. Die Konstanz passt sowieso seit dem ersten Test. Ich freue mich nun schon auf Katar. Es wird sicher interessant dort."

Stefan KIEFER (Teammanager):

"Wir sind mit den Ergebnissen des ersten offiziellen Tests sehr zufrieden. Die viertschnellste Rundenzeit von Dominique überwiegt natürlich. Aber auch Danny hat konstant starke Leistungen gezeigt. Beide Fahrer sind überhaupt zu jeder Zeit ansprechende Rundenzeiten gefahren. Die guten Bedingungen erlaubten uns produktiv am Motorrad zu arbeiten, sodass wir uns Schritt für Schritt verbessern konnten. Das gilt natürlich auch für das Motorrad selbst, mit dem wir an den vergangenen drei Tage hinsichtlich der Weiterentwicklung wirklich gut vorangekommen sind. Unsere Jungs kommen inzwischen sehr gut damit zurecht und fühlen sich auch sehr wohl. Wir waren sowohl bei kühleren Bedingungen, sowie auch nach anfänglichen Schwierigkeiten bei sehr heissen Temperaturen an den Nachmittagen einigermassen konkurrenzfähig. Wir denken, wir können nun getrost zum letzten Test nach Katar gehen, wo wir hoffentlich weitere Schritte machen werden, um für das erste Rennen gut vorbereitet zu sein."

Zeitenliste IRTA Test Jerez:
1 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´41.989 (Tag 3, Session 1)
2 Franco MORBIDELLI / ITA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 1´42.1023 +0.114 (Tag 3, Session 1)
3 Miguel OLIVEIRA / POR / Red Bull KTM Ajo / KTM Moto2 / 1´42.316 +0.327 (Tag 1, Session 2)
4 #77 Dominique AEGERTER / SWI / Kiefer Racing / Suter / 1´42.336 +0.347 (Tag 3, Session 1)
12 #52 Danny KENT / GBR / Kiefer Racing / Suter / 1´42.760 +0.771 (Tag 3, Session 1)

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