1 May, 2017 Geschrieben von: Kiefer Racing Im: Blog Kommentar: 0 Hit: 972

ADAC NEC 2017: KIEFER RACING RÄUMT BEIM SAISONAUFTAKT GROSS AB

Mit insgesamt vier Podiumsplatzierungen beim ersten Rennen in Assen am Sonntag hat der deutsche Rennstall in Sachen Nachwuchsarbeit offenbar den richtigen Weg eingeschlagen.

Die zweite Saison des ADAC Northern Europe Cup (NEC) begann am vergangenen Wochenende auf der Grand-Prix-Strecke des berühmten TT Circuit im Norden der Niederlande. Die internationale Nachwuchsserie war zu Gast bei der Superbike Weltmeisterschaft. Bei durchwegs trockenen Bedingungen, aber zu kalten Temperaturen für diese Jahreszeit und teilweise sehr starken Wind, wurden die Teilnehmer vor eine harte Probe gestellt. 

Aus der Sicht von Kiefer Racing nahm jedoch alles seinen geplanten Lauf. ADAC NEC Titelverteidiger in der Standard-Kategorie, Dirk Geiger, stürmte am Samstag zur Pole-Position und krönte am Sonntag das Wochenende mit dem Sieg. Geiger’s Teamkollege Toni Erhard wurde nach einer starken Aufholjagd Zweiter, während Leon Orgis etwas Pech hatte und aufgrund eines Sturzes ausschied. Cup-Rookie Máté Laczko aus Ungarn hingegen lieferte als 13. einen soliden Einstand ab. 

In der ADAC NEC GP-Klasse, in der mit baugleichen Rennmaschinen wie im Grand-Prix-Sport gefahren wird, gehörten Sasha de Vits und Kevin Orgis zu den tonangebenden Fahrern. Die Beiden hätten sich gerne am Sonntag den Sieg unter sich ausgemacht, hätte in der letzten Runde nicht noch Lokalmatador Ernst Dubbink dazwischen gefunkt. Rang zwei für Orgis und De Vits als Dritter ist trotzdem ein schöner Erfolg für die ehrgeizige Nachwuchsarbeit bei Kiefer Racing. Die Leistungen aller Team-Fahrer am vergangenen Wochenende geben Zuversicht und Optimismus für die restliche Saison. Die Pokale wurden übrigens von Nicky Hayden (MotoGP™ World Champion 2006) überreicht. 

Die nächste Station des ADAC Northern Europe Cup ist in drei Wochen Oschersleben im Rahmen der Endurance Speedweek in der Motorsport Arena. 

#1 Dirk GEIGER (STD-Kategorie, Honda NSF250), Sieger: 

"Mit Pole-Position und Sieg ist uns natürlich ein toller Start in die Saison gelungen. Ich freue mich riesig. Ich mag die Strecke in Assen und es hat sehr viel Auftrieb gegeben, dass ich in den Trainings meine Rundenzeiten immer alleine fahren konnte. Der Start ins Rennen ist mir gut gelungen, obwohl bis zur ersten Kurve alle Fahrer der GP-Klasse, die hinter mir standen, an mir vorbei fuhren. Doch in den ersten Kurven konnte ich mich gut einreihen und dann auch mit diesen Fahrern gut mithalten. Auf den Geraden konnten sie sich klarerweise absetzen, aber in den Kurven war ich wieder dran und konnte zudem gut mitmischen. Zum Schluss kam Philipp (Freitag) noch daher geflogen. Doch er hat es wohl ein wenig übertrieben, nachdem er sich in der letzten Runde verbremst hat. Ich bin mit meinen Leistungen an diesem Wochenende zufrieden. So kann es ruhig weiter gehen." 

#3 Toni ERHARD (STD-Kategorie, Honda NSF250), 2.: 

"Mein Rennen verlief wirklich gut. Schon am Start bin ich super weg gekommen, doch in den ersten Kurven wurde ich ein wenig eingezwickt. Als es zum ersten Mal auf die Gegengerade ging, war ich sehr weit hinten und dachte, ok, der Zug ist wohl abgefahren. Doch der starke Wind spielte irgendwie in meine Karten, da die Spitze nicht in der Lage war, richtig schnelle Rundenzeiten zu fahren. So konnte ich mich über die Distanz Stück für Stück ran arbeiten und zum Schluss noch mitfighten, obwohl relative viele Fahrer der GP-Klasse dabei waren. Ich freue mich über diesen zweiten Rang und hoffe, dass wir beim nächsten Rennen in Oschersleben so weiter machen können, wie wir in Assen angefangen haben." 

#14 Máté LACZKO (STD-Kategorie, Honda NSF250), 13.: 

"Ich bin im Grossen und Ganzen mit dem ersten Rennwochenende zufrieden. Ich bin super gestartet und wurde am Ende 13. in meinen ersten Rennen mit einer richtigen Rennmaschine. Das ist sicherlich gut. Das Motorrad war allerdings nicht optimal abgestimmt, da ich viel gerutscht bin und die Front arg stempelte. Hinzu kam auch ein Problem im sechsten Gang. Irgendetwas stimmte da nicht. Doch Assen war ein guter Beginn für mich und mein Team." 

#45 Leon ORGIS (STD-Kategorie, Honda NSF250), NC: 

"Mein Start war im Prinzip ok. Ich habe nichts gewonnen, aber auch nichts verloren, also konnte ich mich der Gruppe vor mir gut anschliessen. Wenig später war ich in einen Fight mit Toni (Erhard) und einem anderen Fahrer verwickelt. Ich konnte mich gut behaupten, bis ich ab Runde sieben oder acht zu viele Fehler machte. Mitunter war auch der starke Wind ein Grund dafür. Das Motorrad wackelte deshalb sehr oft. Das hat in den meisten Fällen jedes Mal ein, zwei Sekunden gekostet. Zum Schluss bekam ich Krämpfe im rechten Bein, was meine Konzentration beeinträchtigte. Letztendlich habe ich eine Bodenwelle übersehen und dabei habe ich die Kontrolle über das Motorrad verloren. Es war ein dummer Sturz über das Vorderrad. Für die nächsten Rennen muss ich definitiv mehr an der Konzentration arbeiten. Ich bin nicht weit von der Spitze weg. In Oschersleben will ich aber ganz vorne mitfahren." 

#19 Sasha de VITS (GP-Kategorie, KTM RC250R), 3.: 

"Ich hatte einen sehr guten Start und war von Beginn an in der Spitzengruppe. Als Wallid (Soppe) und Tim (Georgi) stürzten, konnte ich das Rennen für ein paar Runden anführen. Das war ein hammerartiges Gefühl. In den letzten Runden hatte ich zudem einen schönen Fight mit meinem Teamkollegen Kevin (Orgis). Zum Schluss kam aber Ernst (Dubbink) herangeflogen, was ich so nicht erwartet hatte. Ich hatte mir daher eine Taktik für die letzte Kurve überlegt, die aber nicht aufgegangen ist. Doch ich freue mich auch über Platz drei im ersten Rennen." 

#44 Kevin ORGIS (GP-Kategorie, KTM RC250R), 2.: 

"Mein Start gelang mir nicht ganz so wie geplant und ich musste mich anfänglich mit einigen langsameren Fahrer abmühen. Ich konnte mich aber relativ schnell frei fahren und zügig zur Führungsgruppe aufschliessen. Der starke Wind hat die Sache allerdings sehr schwierig gemacht, obwohl ich das Gefühl hatte, dass ich damit besser klar komme als die Anderen. Gegen Rennende hat der Wind auch etwas nach gelassen. Auf den Geraden hatte ich jedoch deutliche Nachteile, aber auf der Bremse und in den Kurven konnte ich die Lücke meistens wieder schliessen und überholen. In der letzten Runde hat mich Ernst (Dubbink) noch überholt. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet, weil er schon zuvor einmal versuchte mich zu überholen und dabei einen weiten Bogen fahren musste. Ich denke, bei jedem anderen Fahrer hätte ich es geschafft, diesen in der letzten Kurve noch zu überholen. Nur bei Dubbink geht das nicht so einfach, noch dazu in Assen. Ich bin aber auch mit diesem zweiten Rang zufrieden und freue mich schon auf die nächsten Rennen in Oschersleben." 

Stefan KIEFER (Kiefer Racing, Teammanager): 

"Insgesamt betrachtet war Assen ein sehr erfreulicher Auftakt für uns in die neue Saison. Über insgesamt vier Podiumsplatzierungen dürfen wir uns zu recht freuen. Es war wirklich ein super Rennen; es war schön mitanzusehen, wie unsere Jungs gekämpft haben. In der GP-Klasse sind Kevin und Sasha quasi zeitgleich mit dem Sieger ins Ziel gekommen und in der Standard-Kategorie waren Dirk und Toni tonangebend. Das erste Rennwochenende war ein gelungener Einstand und daher denke wir, dass wir den weiteren Rennen zuversichtlich entgegenblicken zu können." 

Jochen KIEFER (Kiefer Racing, Technik): 

"Es war aus unserer Sicht ein perfektes Wochenende. Wir sind sehr, sehr zufrieden mit den Leistungen jedes Einzelnen. Dass wir das erste Rennwochenende mit vier Jungs auf dem Podium beendeten, war natürlich die Draufgabe. Es würde aber noch besser gehen, auch wenn nicht viel. Das erste Rennen hat einmal mehr gezeigt, dass diese Serie sehr gut ist, weil die jungen Rennfahrer hier richtig lernen können. Mittlerweile gibt es auch ein grosses Starterfeld und in der Spitzengruppe biegen manchmal bis zu acht Fahrer in eine Kurve ein. Diesen Level brauchen wir in unserer Nachwuchsförderung, um weiter zu kommen."

 

ADAC NEC Moto3 Std – Assen:

1 Dirk GEIGER / GER / Honda NSF250

2 Toni ERHARD / GER / Honda NSF250

3 Philipp FREITAG / GER / Honda NSF250

13 Máté LACZKO / HUN / Honda NSF250

NC Leon ORGIS / GER / Honda NSF250

 

ADAC NEC Moto3 Std – Cup-Wertung:

1 Dirk GEIGER / GER / 25

2 Toni ERHARD / GER / 20

3 Philipp FREITAG / GER / 16

13 Máté LACZKO / HUN / 3

 

ADAC NEC Moto3 GP – Assen:

1 Ernst DUBBINK / NED / KTM RC250R

2 Kevin ORGIS / GER / KTM RC250R

3 Sasha de VITS / Bel / KTM RC250R

 

ADAC NEC Moto3 GP – Cup-Wertung:

1 Ernst DUBBINK / NED / 25

2 Kevin ORGIS / GER / 20

3 Sasha de VITS / BEL / 16

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