7 May, 2017 Geschrieben von: Kiefer Racing Im: Blog Kommentar: 0 Hit: 456

#SpanishGP: POSITIVES WOCHENENDE MIT EINEM WERMUTSTROPFEN

Mit dem siebten Rang des Schweizers Dominique Aegerter konnte sich das deutsche Moto2™ Team zwar in den Top-Zehn festigen, doch Freude kam darüber wenig auf; Federico Fuligni gelang im Rennen hingegen eine gute Steigerung.

Bei ähnlich heissen Wetter glänzten Kiefer Racing und Dominique Aegerter im Rahmen der offiziellen Jerez-Testfahrten Anfang März mit der viertschnellsten Rundenzeit. Der 26-Jährige und seine Crew zeigten sich auch an den Trainingstagen in starker Form, wie der dritte Startplatz bestätigte. Die Erwartungen für das vierte Saisonrennen waren entsprechend hoch. Doch bei nochmals wärmeren Temperaturen zum Zeitpunkt des Rennens am Sonntagmittag fühlte sich Aegerter mit seinem Paket nicht so wohl, wie an den Tagen zuvor. Mit Rang sieben bleibt daher ein Wermutstropfen, eines ansonsten erfreulich verlaufenen Wochenendes in Südspanien. 

Für Teamneuling und zweiter Fahrer des Kiefer Teams für dieses Rennen, Federico Fuligni, brauchte es eine Weile, um sich zunächst mit der Suter Moto2-Rennmaschine anzufreunden, bevor er am Sonntag im Rennen auf anständige Rundenzeiten kam. 

Die Weltmeisterschaft wird in zwei Wochen mit dem Grand Prix de France in Le Mans fortgesetzt. 

#22 Federico FULIGNI, 24.: 

"Mein Start war eigentlich gar nicht schlecht. Doch zu Beginn des Rennens konnte ich nicht die Leistung abrufen, die mit frischen Reifen möglich gewesen wäre. Ich habe daher den Anschluss an die Gruppe vor mir etwas verloren. Vor dem Rennen haben wir, mein Crew-Chief und die Suter-Leute darüber gesprochen, meine Sitzposition am Motorrad zu ändern. Ich habe auch versucht, das umzusetzen. Doch ab Rennmitte in etwa hatte ich ein taubes Gefühl in der rechten Leiste. Ich konnte daher mit dem Fuss keinen Druck ausüben. Es brauchte einige Runden, um mich der Situation besser anzupassen." 

"Gegen Rennende war meine Pace im Vergleich zu den anderen Fahrern in meiner Umgebung gar nicht so schlecht. Das heisst, dass ich hauptsächlich an mir arbeiten muss, um mehr aus den neuen Reifen zu holen. Mit gebrauchten Reifen war ich heute jedenfalls recht flott unterwegs. Abschliessend möchte ich Kiefer Racing für diese Gelegenheit danken. Ich habe wirklich vieles an diesem Wochenende gelernt, obwohl es schwierig war, mich an das Bike zu gewöhnen, sowie auch auf dieser Strecke besser zurecht zu kommen. Doch wir konnten uns Schritt für Schritt verbessern und letztendlich war meine Pace annähernd so gut, wie die einiger anderer Fahrer." 

#77 Dominique AEGERTER, 7. (WM-Position 8, 27 Punkte): 

"Zu Platz sieben braucht es keine Gratulationen, sowie es überhaupt nicht viel zu erzählen gibt. Nach diesem Rennen überwiegt eigentlich die Enttäuschung, obwohl ich mich aufgrund des guten Startplatzes sehr darauf gefreut hatte. Doch die heissen Temperaturen haben uns nicht in die Karten gespielt. Die Rundenzeiten waren allgemein nicht so schnell, weil ich denke, dass alle ziemlich gerutscht sind. Bei uns war dieses Problem allerdings heftiger als erwartet. Im Kurveneingang hatte ich für die Front zu wenig Gefühl, ich konnte daher nicht so hart pushen. Trotzdem wollte ich den dritten Rang natürlich unbedingt verteidigen." 

"Doch ich musste bald feststellen, dass ich dafür ein hohes Risiko hätte gehen müssen. Ich hatte auch ein paar heftige Rutscher, die ich aber gut korrigieren konnte. Ausserdem war ich aus fahrerischer Sicht nicht optimal unterwegs, sobald ich einsehen musste, dass ich nicht mithalten konnte. Deshalb2 waren die letzten zehn Runden eine ziemliche Qual. Das Positive ist, dass wir wieder viele wertvolle Erfahrungen sammeln konnten und gute Punkte mitnehmen können. Meinen Dank an das Team und an Suter, aber wir haben uns sicher mehr erwartet, nachdem wir mit so vielen Erfahrungen der Wintertests hierher gekommen waren. Wir müssen nun dieses Rennen sehr gut analysieren und für Le Mans ein Re-Design machen. Dort wollen wir wieder in die Top-Fünf fahren." 

Stefan KIEFER (Teammanager): 

"Insgesamt betrachtet war Jerez sicher ein gutes Wochenende. Doch nach der zweitschnellsten Rundenzeit am Freitag und Startplatz drei, können und sind wir mit Rang sieben im Rennen natürlich nicht zufrieden. Am Ende war nicht mehr möglich, das Motorrad hat wegen der heisseren Temperaturen am Sonntag nicht mehr erlaubt. Final muss man aber sagen, das Positive überwiegt, da wir viel gelernt haben und daher zuversichtlich in das nächste Rennen in Le Mans gehen können. Auf jeden Fall ist es uns gelungen, in den Top-Ten zu festigen. Trotzdem bleibt ein kleiner Wermutstropfen zurück, weil eben wie gesagt, gefühlt mehr möglich gewesen wäre." 

"Auf der anderen Seite ist Federico ein solides Rennen gefahren. Es war sein erster Einsatz mit diesem Suter-Bike bei einem Grand Prix. Er hat sich im Vergleich zu den Trainings gut gesteigert, doch da muss insgesamt noch ein bisschen mehr kommen."

 

Moto2™ GP de Espana - Rennergebnis nach 25 Runden:

1 Alex MARQUEZ / SPA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 43´24.350

2 Francesco BAGNAIA / ITA / SKY Racing Team VR46 / KALEX / +3.442

3 Miguel OLIVEIRA / POR / Red Bull KTM Ajo / KALEX / +4.958

7 #77 Dominique AEGERTER / SWI / Kiefer Racing / Suter MMX2 / +10.266

24 #22 Federico FULIGNI / ITA / Kiefer Racing / Suter MMX2 / 1´11.416

 

Moto2™ WM-Stand:

1 Franco MORBIDELLI / ITA / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / KALEX / 75

2 Thomas LÜTHI / SWI / Garage Plus Interwetten / KALEX / 64

3 Miguel OLIVEIRA / POR / Red Bull KTM Ajo / KTM / 59

8 #77 Dominique AEGERTER / SWI / Kiefer Racing / Suter MMX2 / 27

Bemerkungen

Lassen Sie Ihren Kommentar