#QatarGP: Startschuss in neue Ära beim Flutlichtspektakel in Katar

Published : 07.03.2019 17:02:26
Categories : #QatarGP: Qatar Grand Prix - 08/09/10 März 2019

Mit dem Qatar Grand Prix an diesem Wochenende beginnt für Kiefer Racing ein neues Kapital in der langen Geschichte des deutschen Traditionsrennstalles aus Rheinland-Pfalz. 

Gezielte Nachwuchsarbeit war Kiefer Racing schon immer ein grosses Anliegen. Für die Saison 2019 wurde daher der talentierte Lukas Tulovic verpflichtet. Der 18-jährige aus Eberbach in Baden-Württemberg hat sich in der Moto2 Europameisterschaft für diese Aufgabe empfohlen. Bei vier Tests von Ende November bis einschliesslich vergangenem Wochenende hat sich Tulovic mit seiner neuen Umgebung und natürlich auch mit seinem neuen Arbeitsgerät in Form der KTM Moto2-Rennmaschine bereits gut angefreundet. Der WM-Auftakt an diesem Wochenende auf der anspruchsvollen Rennstrecke inmitten der Wüste unweit von Katars Hauptstadt Doha wird aber die erste richtige Standortbestimmung für das neue Projekt sein. 

Der aktuelle WM-Kalender umfasst auch dieses Jahr wieder 19 Rennen. Das Eröffnungsrennen findet wie in den vergangenen Jahren unter der beeindruckenden Flutlichtanlage auf der Rennstrecke von Losail statt. Hinsichtlich der Technik gibt es aber einige Neuerungen bzw. Änderungen. Die wichtigste betrifft die neuen Einheitsmotoren von Triumph. Dieser Dreizylinder-Motor der englischen Traditionsmarke löst die 600cccm Honda-Triebwerke ab und hat mit 765ccm Hubraum mehr Leistung. Eine nicht minder unwichtige Änderung betrifft den Zeitplan eines Rennwochenendes. Für die Moto2- als auch für die Moto3-Klasse wurde das Qualifying-Format dem der Premier Class MotoGP angepasst, mit dem Unterschied, dass in den kleinen Klassen die ersten 14 Fahrer nach den freien Trainings direkt für das Q2 qualifiziert sind. Aus Q1 steigen die schnellsten vier Fahrer auf.

 

#3 Lukas TULOVIC (Kiefer Racing, KTM): 

"Ich freue mich wahnsinnig auf den Start der Weltmeisterschaft. Endlich geht es richtig los und mein Traum wird wirklich wahr. Ich konnte letztes Jahr bereits zweimal WM-Luft schnuppern, als ich in Jerez und Le Mans bei Kiefer Racing fahren durfte. Ich war Jochen Kiefer sehr dankbar für diese Chance. Aber ich hätte damals nicht gedacht, dass ich schon dieses Jahr in diesem starken Starterfeld als Fixstarter dabei sein werde. Ich bin noch immer überwältigt und ich kann es mir noch gar nicht vorstellen, was bei den bevorstehenden 19 Rennen und den vielen Reisen weltweit auf mich zukommen wird. Es werden so viele neue Eindrücke sein, die es zu verarbeiten gilt. Doch wie gesagt, ich freue mich gewaltig auf meine erste WM-Saison. Der Aufstieg von der Moto2-EM in die Weltmeisterschaft ist ein gewaltiger Schritt. Die Klasse ist im Prinzip nicht neu für mich."

"Es gibt aber zu den letzten Jahren einige wesentliche Unterschiede. Das Motorrad mit den neuen Triumph-Motoren ist komplett anders. In dem Zusammenhang mit den neuen Motoren kommt auch mehr Elektronik ins Spiel. Ich denke, ich habe mich aber bereits gut an das neue Paket gewöhnt. Unsere Vorbereitung in den Wintermonaten war generell sehr gut. Trotzdem wird 2019 ein Lehrjahr für mich. Ich versuche daher ohne Druck in die Saison zu gehen. Die ersten drei Strecken sind zudem Neuland für mich. Bei diesen Rennen gilt es am Meisten zu lernen. Wenn die Meisterschaft dann ab Mai in Europa fortgesetzt wird, wo ich einige Strecken bereits kenne, müssen wir uns aber Ziele setzen. Vorerst kann ich es aber kaum mehr erwarten, wenn es ab Freitag ernst wird."

 

Jochen KIEFER (Teammanager / Technischer Direktor): 

"Wir freuen uns riesig auf den Start in ein neues Kapital unserer langen Rennsportgeschichte. Mit Lukas haben wir nach längerer Zeit wieder einen jungen Fahrer aus Deutschland im Team. Es macht viel Freude mit ihm zu arbeiten und darüber hinaus ist deutlich zu spüren, wie er die gesamte Mannschaft motiviert. In den vergangenen Wochen haben wir uns intensiv auf den eigentlichen Saisonstart vorbereitet. Wir haben nur auf zwei verschiedenen Strecken getestet, aber dafür viele wertvolle Kilometer und Erfahrungen gesammelt. Die harte Arbeit des gesamten Teams hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Doch jetzt werden wir sehen, wo wir wirklich stehen. Das soll aber auf keinen Fall Druck auf Lukas ausüben. Er soll sich Schritt für Schritt an die raue Luft in der Weltmeisterschaft gewöhnen. Trotz hoffen wir, dass wir an diesem Wochenende einen guten Job erledigen und gleich von Beginn an zeigen können, dass Lukas in die Weltmeisterschaft gehört."

 

Daten Loasil International Circuit:

Erstmals Austragungsort GP Qatar: 2004

Länge: 5.380 Meter

Breite: 12 Meter

Längste Gerade: 1.068 Meter

Linkskurven: 6

Rechtskurven: 10

Beste Moto2™ Pole-Position: 1´59.052 (2016)

Moto2™ Rundenrekord: 1´59.421 (2016)

Lukas Tulovics Resultate 2018: - / -

 

#QatarGP Moto2™ Zeitplan (MEZ):

Freitag, 08. März: 12:45 - 13:25 FP1

Freitag, 08. März: 17:05 - 17:50 FP2

Samstag, 09. März: 12:20 -13:00 FP3

Samstag, 09. März: 16:25 - 16:40 Q1

Samstag, 09. März: 16:50 - 17:05 Q2

Sonntag, 10. März: 13:10 - 13:30 Warm-Up

Sonntag, 10. März: 16:20 Rennen (20 Runden - 107,6 km)