Die Moto2-Klasse ist die zweithöchste Prototypen-Rennklasse innerhalb der FIM Motorrad Weltmeisterschaft des Straßenrennsports.

Die Moto2 löste zur Saison 2010 die seit 1949 bestehende 250ccm Klasse als zweithöchste Kategorie innerhalb der Motorrad-WM ab, und gibt Vierzylinder-Viertakt-Motoren mit 600 cm³ vor.

Reglement

Das Reglement für die Nachfolgeserie der 250-cm³-Weltmeisterschaft Moto2 wurde am 15. Dezember 2008 von der FIM veröffentlicht.

Hintergrund

Mit der Moto2-Serie wurde auf die in den letzten Jahrzehnten ständig steigende Hubraumgröße der Straßenmaschinen und das Verschwinden der Zweitakter reagiert, eine Umstellung war dringend geboten. Das neue Reglement sollte auch die Kosten für die Rennställe, die vordem durch die Verwendung exotischer Materialien sehr hoch waren, begrenzen.

Motor

Anders als in den seriennahen Superbike-Rennserien sind in der Moto2-Klasse ausschließlich Prototypen mit Viertaktmotoren bis 765 cm³ zugelassen. Die Motoren erreichen eine Leistung von maximal 100 kW (136 PS) und Höchstdrehzahlen von 14.000 U/min. Es sind keine pneumatische Ventilsteuerung, ovale Kolben sowie Karbon-Bremsen mehr erlaubt. Des Weiteren werden die Teams dazu verpflichtet, ein elektronisches Motorensteuerungssystem (Magneti Marelli) und Einspritzung zu benutzen. Das Benzin hat 100 Oktan.

Es werden Viertakt-Saugmotoren mit drei Zylindern und einem Hubraum von 765 cm³ verwendet. Die Motoren liefert ausschließlich Triumph. Zur Motorsteuerung werden Magneti Marelli verwendet, die von einem von der FIM bestimmten Hersteller geliefert werden. Ein- und Auslassventile müssen konventionell sein, eine variable Ventilsteuerung ist nicht gestattet. Das Mindestgewicht für die Motoren beträgt 55 kg.

Jeder Fahrer hat nur ein Motorrad pro Rennwochenende zur Verfügung. Ein System für die Datenaufzeichnung wird für alle Teams von einem Einheitshersteller bereitgestellt. Zudem sind nur ECU und Treibstoff erlaubt, die ebenfalls offiziell von den Moto2-Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden.

Getriebe

Es sind maximal sechs Getriebeübersetzungen gestattet.

Fahrwerk

Das Fahrwerk ist nach wie vor ein Prototyp. Innerhalb der gegebenen Richtlinien, durch das technische Reglement der FIM Grand Prix, ist die Umsetzung frei. Allerdings dürfen Rahmen, Schwinge, Sitz, Tank und Verkleidungsteile nicht von Serien-Maschinen verwendet werden. Das Mindestgewicht für die Maschinen betrug zunächst 140 kg. Mit der Saison 2013 wurde diese Regel geändert, seitdem beträgt das Mindestgewicht 215 kg für Fahrer und Maschine.

Die Reifen werden exklusiv von Dunlop geliefert, nachdem anfänglich noch eine Freigabe der Reifenwahl diskutiert worden war.